Autorin: Alexandra Maria Linder M.A.; STAND: Januar 2026
Das Faktenblatt als PDF-Datei zum Herunterladen
Bei diesem Thema geht es v.a. um die Bereiche Hautpflege sowie Verjüngung /„Anti-Aging“ etc. (Markt-Prognose 2025: 125 Milliarden US-Dollar Umsatz). Es ist schwer und aufwendig, zu prüfen, welche Firmen, Behandlungen und Produkte „unverdächtig“ sind, wenn eine tierische / pflanzliche Herkunft nicht klar angegeben ist.
Anti-Aging-Behandlungen erfolgen häufig mit Zellen von Tieren oder Pflanzen. Ethisch unbedenklich sind auch humane adulte / autologe (Stamm-)Zellen (von geborenen Menschen / vom Kunden oder Patienten selbst). Ethisch unzulässig sind Behandlungen mit humanen fötalen/embryonalen Zellen, die zum Beispiel in Barbados, Russland, der Ukraine, der Dominikanischen Republik oder in China angeboten werden. Da Kunden vollständig aufgeklärt werden wollen und müssen, ist die Herkunft der Zellen meistens festzustellen.
Bei Kosmetik ist die Sachlage anders. Bisher wurde nur bei einer Firma nachgewiesen, dass die Zelllinie eines abgetriebenen Kindes genutzt wird: Neocutis (seit 2013 im Pharmakonzern Merz). Erschwert wird das ganze, weil unter „embryonal“ manchmal Zellen aus Plazenta oder Nabelschnur gefasst sind, was ethisch unbedenklich ist. Doch könnten auch „unverdächtige“ Produkte vor Markteinführung mit Hilfe fötaler Zell-Linien (z.B. HEK-293) auf Verträglichkeit etc. getestet worden sein (die Zellen sind nicht im Produkt enthalten, dennoch ist es ethisch ein Problem). Es gibt folgende Möglichkeiten, verdächtige Produkte weitgehend zu vermeiden:
- Man achtet auf Begriffe ohne Herkunftsangabe wie marin / pflanzlich / tierisch…, hinter denen sich fötale / embryonale Zellen verbergen könnten: z.B. Peptide (auch Polypeptide etc.), Exosome, Kollagen, Proteine, Bioserum, Wachstumsfaktoren, „Cosmoceuticals“.
- Man konzentriert sich auf rein pflanzliche Produkte (z.B. Pflanzenzellen, Meeresalgen, Kamille, Aloe Vera …) und sichtet deren weitere Inhaltsstoffe (s. 4.).
- Man verzichtet auf nicht klar deklarierte Produkte aus bestimmten Staaten, in denen es an Kontrollen, Regulierungen oder ethischem Bewusstsein fehlt. Zu solchen Staaten gehören China, Indien, Süd-Korea, Russland, Ukraine, Schweiz, Frankreich und die USA.
- Für Inhaltsstoffe gibt es einen „Dekoder“: https://incidecoder.com/. Durch die Prüfung der Produkte / Inhaltsstoffe kann man einiges ausschließen.
Alle Angaben ohne Gewähr. Ergänzungen und Anfragen:
Bundesverband Lebensrecht e.V., Landgrafenstr. 5, 10787 Berlin; Tel.: 030/64494039; berlin@bv-lebensrecht.de. www.bundesverband-lebensrecht.de
Wir freuen uns über Spenden zur Unterstützung unserer Arbeit!
