Für den Erhalt der Subsidiarität in der EU und den Schutz von Müttern und Kindern

Zur anstehenden Entscheidung der EU-Kommission über die Europäische Bürgerinitiative My Voice My Choice sagte BVL-Vorsitzende Alexandra Linder heute in Berlin:

Am 25. Februar wird die EU-Kommission über die Europäische Bürgerinitiative „My Voice, My Choice“ (MVMC) entscheiden. Diese Initiative will in Europa einen staatlich finanzierten Abtreibungstourismus etablieren: Frauen, die in ihrem eigenen Land nicht (mehr) abtreiben können, sollen dies im Ausland tun dürfen. Damit würden alle nationalen Schutzgesetze unterlaufen, Frauen im Schwangerschaftskonflikt würden nicht mehr erreicht, um ihnen Hilfe und Alternativen anzubieten, sondern – häufig unter hohem Druck durch Männer – zur Abtreibung geschickt. Folgen für die Frauen werden negiert, obwohl eine aktuelle kanadische Langzeitstudie (1,2 Millionen Schwangerschaften über 17 Jahre) nachweist, dass das Risiko von psychischen Erkrankungen, Süchten und Depressionen im Durchschnitt zweieinhalbmal so hoch ist wie bei Frauen, die ihre Kinder geboren haben.

Die europäische Organisation One of Us bietet in 27 Sprachen die Möglichkeit, bis zum 25. Februar EU-Kommissare mit wenigen Klicks persönlich anzuschreiben und klarzustellen, dass die europäischen Bürger für Mütter in Not und ihre Kinder eintreten und Abtreibungstourismus für den falschen Weg halten, um Schwangerschaftskonflikte zu lösen.

https://noabortiontourism.eu/de/act-now/

Eine Ausweisnummer muss nicht angegeben werden. Die Schreiben können individuell verändert, gekürzt oder ergänzt werden.

Gesetzgebung in sensiblen ethischen Bereichen ist nationale Angelegenheit und basiert auf Verfassungen und demokratischen Abstimmungen. Die EU hat kein Mandat, diese Gesetzgebung zu unterlaufen. Der Bundesverband Lebensrecht fordert dazu auf, die Subsidiarität der EU-Staaten und nationale Schutzgesetze für schwangere Frauen und ihre Kinder zu bewahren und langfristig zu verbessern.